Madagaskar | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | Suche
Die Insel ist der afrikanischen Ostküste vorgelagert, südlich des Äquators im Indischen Ozean. Die Küsten sind getrennt durch den Kanal von Mosambik (Mocambique). Entfernung von Ostafrika 480 km, von Indien 3.500 km.
Madagaskar ist mit 587.041 Quadratkilometern eineinhalb Mal so groß wie Deutschland und nach Grönland, Neuguinea und Borneo die viertgrößte Insel der Welt.
Etwa 16 Millionen Einwohner aus 18 Volksstämmen, ungefähr 27 Einwohner pro Quadratkilometer. Mehr als 60 Prozent der Einwohner sind jünger als 20 Jahre. Eine Million Menschen leben in der Hauptstadt. Die drei größten ethnischen Gruppen sind die Merina (25 %), die Betsimisaraka (15 %) und die Betsileo (12 %).
Amtssprachen: Malagasy (indonesischer Einfluss) und Französisch.
Daneben einheimische Sprachen wie Howa. Englisch wird kaum gesprochen. Straßenschilder überwiegend
in Malagasy.
Madagaskar ist seit 1960 von Frankreich unabhängig. Nach einer Periode des Sozialismus ist Madagaskar seit dem 19. August 1992 eine Republik (offiziell: République de Madagascar). Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutivgewalt ist der direkt für fünf Jahre gewählte Staatspräsident. Das Zweikammer-Parlament besteht aus Nationalversammlung und Senat. Die 150 Abgeordneten der Nationalversammlung werden für vier Jahre gewählt. Die Anzahl der Senatoren ist nicht konstant; zwei Drittel von ihnen werden für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt, ein Drittel wird vom Staatsoberhaupt ernannt.
Etwa 40 Prozent katholische und protestantische Christen. An die 7 Prozent Moslems und 1 Prozent Hinduisten. Der größte Teil der Einwohner lebt mit Naturreligionen; dieser Glaube bestimmt das Leben und die Sitten und Bräuche der Madagassen.
Früher war Madagaskar hauptsächlich ein Agrarland: Export von Kaffee, Vanille, Gewürznelken, Pfeffer, Sisal, Kakao, Holz und Graphit. Die Struktur ist von der französischen Kolonialzeit geprägt. Mittlerweile werden 52 Prozent des Bruttoinlandsproduktes vom Dienstleistungssektor aufgebracht, dahinter folgen die Landwirtschaft mit 35 Prozent und die Industrie mit 13 Prozent.
Madagaskar liegt in der tropischen Zone, hat jedoch mehrere Klimazonen. Von April bis Oktober herrscht Winter mit durchschnittlichen Temperaturen von 22° bis 25° C an den Küsten und 16° bis 19° C im Hochland. Von November bis März ist Sommer, die feuchtere Jahreszeit, mit Temperaturen von etwa 26° bis 29° C an der Küste und 20° bis 22° C im Hochland. Die beste Reisezeit für fast alle Regionen ist April bis Oktober, wenn ein gemäßigtes Klima vorherrscht. Die hohe Luftfeuchtigkeit in der Sommerzeit ist für viele Reisende sehr gewöhnungsbedürftig. Im Winter muss im Hochland auch mit Frost gerechnet werden. Es empfiehlt sich, wärmere Kleidung (Pullover) und festes Schuhwerk mitzuhaben.
Es gibt sechs Provinzen: Antananarivo, Fianarantsoa, Toliara (Tulear), Mahajanga, Toamasina (Tamatave) und Antsiranana (Diego Suarez). Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 1.580 km und die Ost-West-Ausdehnung annähernd 580 km. Es gibt grob gesehen vier Landschaftszonen:
Es gibt auch noch zwei bezaubernde tropische Badeinseln: Nosy Be (Duftinsel) und St. Marie (Pirateninsel). Die höchsten Erhebungen sind im Norden das Tsaratanana-Gebirge bis 2.876 m, südlich von Tana das Ankaratra-Gebirge bis 2.642 m und im Süden das Andringitra-Gebirge bis 2.656 m. Der höchste Berg ist der Maromokotro mit 2.886 m.
Infolge der langen Isolation der Insel gibt es viele endemische (nur dort lebende) Arten, deshalb sind Flora und Fauna so einmalig. Man muss das einfach selbst gesehen und erlebt haben. Es ist ein schönes Gefühl, Pflanzen und Tiere zu sehen, die auf unserem Planeten einzigartig sind.
Je nach Ort und Zeit reicht Baumwoll- bis Sommerkleidung. Im Hochland empfehlenswert sind ein warmer Pullover, Regenschutz, festes Schuhwerk und Handschuhe für Trekking. Unbedingt mit ins Reisegepäck gehören: ein Kopfschutz gegen starke Sonnenstrahlung, eine Sonnenbrille und Sonnenschutz-Cremes. Sinnvoll ist eine Halogentaschenlampe und gegebenenfalls ein Fernglas für die Wanderungen und Beobachtungen in den Nationalparks. Was bei einer Reise nach Madagaskar außerdem in den Koffer muss.
Das Straßennetz hat eine Ausdehnung von 50.000 km, wovon etwa 5.800 km asphaltiert sind. Hauptverbindungen sind Tana - Toamasina; Tana - Fianarantsoa - Toliara; Tana - Mahajanga. Die übrigen Strecken sind befestigte Pisten, die in der Regenzeit kaum befahrbar sind. Vor Fahrtantritt sollte man Informationen einholen. Zwischen den Provinzstädten verkehren "Taxi Brousse" (Buschtaxis) und "Taxi Be" (Kollektivtaxis). Die Buschtaxis legen größere Überlandstrecken zurück und verkehren regelmäßig. Sind aber fast immer total überladen. Die Taxi Be sind schneller, weil es sich meistens um umgebaute Limousinen handelt. Die Preise sind Fixpreise und außerdem entspricht der technische Zustand der Autos nicht annähernd dem europäischen Standard. Es gibt auch noch vier Eisenbahnlinien, die ein 883 km langes Schienennetz befahren. Auf einer dieser Strecken sollte man schon fahren, wenn die Möglichkeit besteht.
Aufgrund der schlechten Straßen hat Madagaskar ein sehr gut ausgebautes Inlandsflugnetz (133 Flugplätze). Es ist jedoch rechtzeitige Reservierung notwendig.
Achten Sie auf die Rückbestätigungszeiten Ihrer Tickets auch bei den Inlandsflügen: bei Nichtbestätigung verfällt der Flug. Unser Büro in Madagaskar hilft Ihnen gerne dabei.
Es sind ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich. Das Visum kann mittlerweile auch bei Ankunft erteilt werden, dieses Vorgehen ist aber nicht empfehlenswert. Visa gibt es für maximal 90 Tage.
Bei Einreise aus Europa keine notwendig. Malaria-Prophylaxe und Impfung gegen Hepatitis (Gamma-Globulin)
wird empfohlen. Auch gegen Tetanus sollten Sie geschützt sein. Wir raten, eine kleine Reiseapotheke
zusammenzustellen und immer bei sich zu haben. Ausreichende medizinische Versorgung gibt es
nur in den wenigen Großstädten.
Am wichtigsten ist jedoch der Schutz vor Mückenstichen: Tragen Sie am besten helle, den
ganzen Körper bedeckende, weite Kleidung und verwenden Sie Anti-Mücken-Mittel (KIK,
Autan, Anti-Brumm, Baygon für Innenräume). Übernachten sollten Sie nur in moskitosicheren
Räumen oder unter dem Moskitonetz.
Die Landeswährung ist der Franc Malagasy (FMG). 1 EUR entspricht je nach Wechselkurs etwa
6.000 FMG. Es gibt einen Online-Währungsumrechner und
eine aktuelle Umrechnungstabelle.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden; die Einfuhr der Landeswährung
ist allerdings auf 5.000 FMG beschränkt. Empfehlenswert sind EUR, US-Dollar oder Reiseschecks.
Kreditkarten sind nur bedingt verwendbar: American Express, Diners Club, Eurocard, MasterCard
und Visa werden in den Hotels in der Hauptstadt akzeptiert, in den anderen Orten jedoch nur
begrenzt angenommen.
Madagassische Banknoten können weder in Fremdwährung zurückgetauscht noch ausgeführt
werden.
Die Import-Regeln werden auf Madagaskar genauestens kontrolliert und sind sehr streng.
Zollfreie Einfuhr für Personen über 18 Jahren: 1 Liter Alkohol, 25 Zigarren oder 500
Gramm Tabak oder 500 Zigaretten, und Kleidung (nur für nicht-kommerzielle Zwecke).
Schmuck und wertvolle elektronische Geräte (wie Videokameras) müssen bei der Einreise
deklariert werden. Parfüm darf nicht zollfrei eingeführt werden.
Ebenfalls sehr streng. Sie sollten alles, was Sie kaufen wollen, mit dem Reiseleiter absprechen.
Er kann Ihnen in den meisten Fällen im Gesetzesdschungel weiterhelfen.
Grundsätzlich gilt: Edel- und Halbedelsteine, Schmuck, Holzschnitzereien, Schmetterlinge
und geschliffene Steine dürfen nur mit einer gültigen Ausfuhrgenehmigung ausgeführt
werden. Das geeignete Formblatt erhalten Sie beim Einkauf auf dem Markt.
Die Ausfuhr von Fossilien, seltenen Tieren und Pflanzen und diversen Kulturgütern (alte
Holzstatuen) ist strengstens untersagt. Für Obst, Gemüse und Pflanzen ist eine Bestätigung
der Phytosanitären Behörden vorzuzeigen, die beim Abflug in Antananarivo erhältlich
ist.
Madagaskar ist der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) 2 Stunden voraus, im Sommer (MESZ) 1 Stunde.
110 und 220 Volt Wechselstrom (französische Steckdosen).
Wenn Sie für technisches Gerät Batterien benötigen, sollten Sie einen ausreichenden
Vorrat mitnehmen. Besonders Spezialbatterien für Kameras sind in Madagaskar nur schwer
zu finden.
Fotomaterial, Kassetten und Computerdisketten sind in Madagaskar relativ teuer und außerhalb der Hauptstadt kaum erhältlich. Oft sind sie nicht fachgerecht gelagert und können deshalb beschädigt sein. Sie sollten also wie bei Batterien von Hause genügend mitnehmen.
Geschäfte: Mo.-Fr. 08:00-12:00 und 14:00-18:00 Uhr,
Banken: Mo.-Fr. 08:00-11:00 und 14:00-16:00 Uhr.
Übliche Bürozeiten. Luftpost nach Europa ist mindestens 7 Tage unterwegs, auf dem
Landweg kann es 3 bis 4 Monate dauern.
Telefonieren innerhalb Madagaskars mit Telefon-Karte (erhältlich in Postämtern, Hotels
und vielen Geschäften) in öffentlichen Telefonzellen gut möglich. Übersee-Gespräche
auch möglich. Die meisten großen Hotels bieten eine Gelegenheit zum Telefonieren.
Das GSM-Mobiltelefonnetz wird sich momentan aufgebaut, mehrere Städte sind bereits versorgt. Seit kurzem bestehende internationale Roaming-Vereinbarungen sind bis jetzt auf das Stadtgebiet von Antananarivo beschränkt.
Öffentliche Internetzugänge sind in den größeren Städten vorhanden.
Ist üblich, sollte aber dem Landesniveau angepasst sein. In Restaurants etwa 10 bis 15 Prozent.
Auf Märkte sollten Sie wenn möglich keine Handtaschen mitnehmen und dort generell
wachsam vor Taschendieben sein.
Wertsachen, Geld und Papiere lagern am sichersten im Hotelsafe; dennoch ist auch hier erhöhte
Vorsicht geboten.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein
oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten.
Außerhalb der größeren Städte sollte man die örtlichen Tabus (Fadys)
respektieren.
Militärische oder Polizeieinrichtungen dürfen nicht fotografiert werden, auch auf
großen Flughäfen sollten Sie auf Fotos verzichten.
Folgende Speisen sollten Sie nach Möglichkeit Ihrem europäischen Magen nicht zumuten: rohes Gemüse, Essen von Gar-Küchen der Märkte, Eiswürfel und Speiseeis. Leitungswasser sollten Sie auch in den Hotels nicht trinken, stattdessen Mineralwasser.
1. Januar (Neujahr); 29. März (Jahrestag des antikolonialen Aufstandes 1947); Ostermontag; 1. Mai (Tag der Arbeit); Himmelfahrt; Pfingstmontag; 26. Juni (Nationalfeiertag, Tag der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960); 1. November (Allerheiligen); 25. Dezember (Weihnachten); 31. Dezember (Silvester)
Trotz der Sterne, die man sich angesteckt hat, entsprechen die Hotels bis auf wenige Ausnahmen in keiner Weise europäischem Standard. Es gibt aber genügend gute und saubere Anlagen; dennoch ist immer mit Pannen wie Stromausfall oder fehlendem warmen Wasser zu rechnen - das bringt ein solches Land mit sich. Sie werden aber entlohnt durch die Freundlichkeit und Bemühungen der Madagassen, alles wieder in Ordnung zu bringen.
Sie reisen in ein Drittweltland, bitte haben Sie Verständnis für technische Pannen und andere Unwägbarkeiten. Unsere Mannschaft tut ihr Bestes, Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.
Flugplan-Änderungen und außerordentliche Witterungs- und Straßenverhältnisse können Abweichungen im Programmverlauf notwendig machen. Das bleibt dem Veranstalter immer vorbehalten!