Madagaskar | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | Suche | zurück | weiter
so ist uns die Insel im Indischen Ozean ein Begriff. Zwischen Mocambique, Seychellen und Mauritius gelegen, verbirgt sich ein touristisch kaum erschlossenes Kleinod.
Tatsächlich war die Insel um 1000 n.Chr. von Seefahrern bevölkert worden. Ende des 19. Jh. wurde sie von den Franzosen zur Kolonie unterworfen und erst 1960 wieder in die Unabhängigkeit entlassen. Als Relikt dieser Zeit hat sich Französisch neben Malagasy als Amtssprache erhalten.
Etwa 16 Millionen Einwohner aus 18 Volksstämmen, ungefähr 27 Einwohner pro Quadratkilometer. Mehr als 60 Prozent der Einwohner sind jünger als 20 Jahre. Eine Million Menschen leben in der Hauptstadt Antananarivo, kurz Tana genannt. Die Madagassen sind keine Creolen, wie sie auf den Seychellen oder Mauritius zu finden sind. Sie sind auch keine Afrikaner, trotz der Nähe zur ostafrikanischen Küste Die drei größten ethnischen Gruppen sind die Merina (25%), die Betsimisaraka (15%) und die Betsileo (12%).
Das Klima ist regional sehr unterschiedlich. Die Hauptwindströmung, welche das ganze Jahr über Feuchtigkeit an die Ostküste trägt, verläuft von Ost nach West. Das zentrale Hochland ist mild, abends können die Temperaturen auf unter 10 °C fallen. Der Südwinter (Juni bis September) ist für Europäer die beste Reisezeit, da es in diesem Monaten vergleichsweise kühl ist und seltener regnet, tagsüber steigen die Temperaturen auf ca. 25 °C. Die weitaus reichere Vegetation ist dem Südsommer (Dezember-März) vorbehalten. Nachteil: gelegentliche tropische Regenfälle, die innerhalb von Minuten Straßen unpassierbar machen.
Natur ist der Reichtum dieser Insel. Die einzigartige Flora und Fauna bietet Tieren und Pflanzen, die es nirgendwo sonst auf der Erde gibt, ein Zuhause. Der größte Schmetterling sowie eine Vielzahl Lemuren-, Reptilien- und Vogelarten finden sich in den vielen Naturreservaten. Mit etwas Glück sehen Sie Eisvögel oder Fischadler. Die madagassische Vegetation erstreckt sich vom subtropischen Regenwald, über asiatisch anmutende Reisterrassen bis zur trockenen Karstlandschaft. Selbst Botaniker kommen ins Staunen, angesichts der endemischen Pflanzenarten. Wo sonst auf der Welt findet sich ein Dornenwald wie in Südmadagaskar oder die bizarren Baobabs, die zum Symbol der Insel geworden sind.
Unterschiedliche Klimazonen laden ein zum Trekking in bis zu 2 900 m Höhe, zu Flussfahrten, zu Wanderungen in subtropischen Regenwäldern und zum Erholen an bis zu 5000 km langen menschenleeren und weißen Sandstränden. Madagaskar ist das ideale Reiseziel für Individualisten, die in kleinen Gruppen (maximal 8 Personen) reisen. Auf Komfort, wie er in Hotelanlagen der Touristenhochburgen geboten wird, wird der Reisende verzichten müssen, dafür erlebt der Reisende eine einzigartige Tierund Pflanzenwelt. Zur Erholung empfehlen wir einen Aufenthalt auf den Inseln Nosy Be und St. Marie oder an den Stränden von Ifaty und Morondava. Von Juli bis Oktober bieten die Hotels von St. Marie und einige Anlagen an der Küste Bootsfahrten mit sachkundigen Skippern zur Walbeobachtung an. Das größte Wassersportangebot der Insel ist auf Nosy Be zu finden.